Am 03. Dezember 2025 brachte ich meinen BMW zu einer Werkstatt in 46348 Raesfeld, die Theo Niessing GmbH. Dafür fuhr ich vor der Arbeit zu meinem Vater und mit ihm (er hinter mir her und für den Notfall mit in seinem Auto gestelltes Navi) dort hin. Nach irgendwas um die 40 Minuten rum, kamen wir da an. Da schnell klar war, dass der Wagen mehrere Tage in der Werkstatt stehen wird, da schon vor Ort gesagt wurde, dass zurzeit ein Mitarbeiter in der Werkstatt krank ist und da wohl mehr geprüft werden muss, überlegte ich, was ich dann machen soll. Der Plan war, dass für ein oder zwei Tage mein Vater mich aus Mülheim an der Ruhr abholt und zur Arbeit und zurück bringt. Dann hatte ich irgendwann die Idee, dass ich auch den Mercedes (A-Klasse 2005er-Baujahr) meines Großvaters ausleihen könnte, schließlich kann er leider kein Auto mehr fahren und dieser steht daher seit Februar unbewegt in der Garage. Also fragte ich telefonisch und besprach, abends zu meinen Großeltern, mit meinem Vater hinzufahren, schließlich hatte ich kein Auto. Zwischendurch rief mich meine Großmutter auf der Arbeit an und meinte, das geht wohl doch nicht, da die Batterie leer sei, ich konnte aber versichern, dass ich mit dem Problem klarkommen werde, schließlich habe ich die Powerbank zum Autostarten dabei und es war ein Benziner. Abends bei meinen Großeltern angekommen, ging ich erstmal hoch. Vaclav, der Bruder meiner Mutter, war auch kurz noch da. Wir redeten ein wenig, ich bekam Autoschlüssel, Garagenschlüssel und Fahrzeugpapiere. Nachdem ich die Garage geöffnet hatte, brachte ich den Garagenschlüssel wieder hoch, der am allgemeinen Schlüsselbund meiner Großeltern war. Die Batterie vom Mercedes war schonmal tot, so tot, dass man den Wagen nicht mal mehr mit der Zentralverriegelung auf bekam. Da bewegte oder leuchtete gar nichts mehr. Zuerst checkte ich Öl und Kühlwasser. Flüssigkeiten waren alle genug da und sahen auch in Ordnung aus. Keilriemen sah ebenfalls gut aus. An die Steuerkette kam man bei dem Motor zum Schauen leider nicht ran. Die Autobatterie saß unter dem Fußraum des Beifahrers. Kurz mit einem Spannungsmessgerät gemessen: 0,9V, also tiefen entladen. Mit der Powerbank bekam ich den Wagen aber zum Laufen. Ich ließ den dann noch so 15 Minuten im Stand laufen, damit das Öl gut zirkulieren kann, warm und wieder gemischt wird. Genau so für das Benzin, der Tank war randvoll. Dann bewegte ich das Auto, zuerst rückwärts aus der Garage. Es war alles ein wenig eingefressen, Kupplung, Gangschaltung, Bremsen und Fahrwerk. Alles klang und fühlte sich nicht optimal an. Reifendruck war auch nur noch so lala. Ich fuhr zuerst als Teststrecke langsam und gemütlich zu meinen Eltern, mein Vater mit seinem Auto ebenfalls. Dort angekommen, sagte ich kurz meiner Mutter „Hallo“ und fuhr dann zur Tankstelle, um den Reifen ein wenig mehr Druck zu geben. Um von meinen Eltern loszufahren, musste ich natürlich wieder via Powerbank Starthilfe geben. An der Markant Tankstelle war eine Reifenfüllstation defekt, die andere scheinbar länger wegen Fahrzeugreinigung belegt. Also fuhr ich zu Waschbär, bei der die Reifenfüllstation frei war. Vom Druck waren die Reifen doch relativ in Ordnung und ich pumpte im Schnitt nur so 0,1 Bar nach. Dann gings kurz zum Bulli in der Nähe im Gewerbegebiet, wo ich eine dort stehende Fahrzeugbatterie (AGM) abholte und von da dann heimwärts fuhr. Ich parkte den Wagen in meiner Garage und bestaunte, wie viel Platz meine Garage doch bot, hat man nur ein kürzeres Auto. Das war’s dann für den Tag. Am nächsten Tag fuhr ich, natürlich wieder mit Starthilfe, mit dem Wagen zur Arbeit. Dort lud ich dann mit dem ebenfalls aus dem Bulli mitgenommenen Ladegerät zuerst meine mitgenommene Fahrzeugbatterie, dann die, des Mercedes, die ich ausbaute. Am Folgetag dasselbe Spielchen mit dem Laden der Mercedes-Batterie auf der Arbeit. Schlussendlich bekam ich die aber wieder auf eine vernünftige Spannung hoch und siehe da: Seither konnte ich die Batterie im Mercedes belassen und der sprang von sich aus an. Natürlich auch dank der längeren Ladezeit nicht nur aus dem Büro, mit dem schwachen Ladestrom, sondern auch der längeren Fahrt und dem starken Ladestrom der Lichtmaschine. Bremsen sind mittlerweile auch wieder sauber gebremst und das Fahrwerk bzw. das Gestänge, was anfangs doch unheilvoll knackte, wurde auch wieder gängiger. Auch wenn bis jetzt und nach über 300 km (Stand 10. Dezember 2025) die Kupplung noch leicht daneben ist, läuft der Wagen doch sehr gut und der Motor auch sehr sauber. Es ist auf jeden Fall gemütlich, den Wagen zu fahren. Neben dem Arbeitsweg und einkaufen waren wir mit dem Wagen schon bei der Motorshow in Essen, sowie einmal nach der Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt in Centro.

Kleiner Nachtrag am 14. Januar 2026: Wie das Datum schon zeigt, zieht sich die Reparatur meines 1er-BMWs weitaus länger als erwartet. Mittlerweile begleitet mich der Mercedes meines Großvaters über 1.800 km ohne Probleme. Der Wagen war mehrmals zum Weihnachtsmarkt nach Centro, in Düsseldorf sowie nach Essen zur Motorshow und sogar einmal in Köln und in Xanten. Des Weiteren natürlich täglich zur Arbeit, im Winterurlaub und Einkaufen, sowie nach Dinslaken und Co. Zwischendurch gab es im Januar 2026 mal Schnee, bei dem das Auto dank dem Öffnen des Kofferraums einen lustigen Schneespoiler bekam. Noch ist nicht sicher, wie lange ich den Mercedes fahren werde, bis Februar 2026 aber mit Sicherheit.