Am Sonntag, dem 07. Dezember 2025, waren wir auf der Motorshow in Essen. Es war der letzte Tag der Messe. Die Tickets habe ich wie immer am Freitag schon gekauft und auch ausgedruckt gehabt. Da mein BMW noch in der Werkstatt war, fuhren wir mit den Mercedes A-Klasse (A150) meines Großvaters dorthin. An diesem Tag hatte übrigens auch Biene-Maja-Bärchi seinen ersten Geburtstag. Wir fuhren nach einem Toast gegen acht Uhr los. Wir folgten das Google-Navi, was uns in Essen zuerst über einen Schleichweg in eine Sackgasse lotste, wo die laut Navi zu befahrende Straße mit einer Schranke gesperrt war, kurz nach dem Kommentar von Tani noch, dass das Navi schon wisse, dass wir richtig fahren, da ich in einer Fahrradstraße kurz irritiert war, ob man mit dem Auto da durch darf. Wir fuhren den Weg also zurück und dann die altbekannte Strecke. Wir waren natürlich mal wieder viel zu spät dran und einen Parkplatz direkt an der Halle gab es nicht mehr, da war schon alles abgesperrt. Wir fuhren also über die Autoahn zum Parkplatz P10, auf dem wir letztes Jahr schon waren, wo man dann via Shuttlebus zur Messe kam. Dort gab es noch mehr als genug Parkplätze und schlussendlich hatten wir zur keiner Zeit wirklich Stau oder langes Stehen. An sich ist das mit dem Shuttlebus auch gar nicht so schlimm, sowohl auf dem Hin, als auch auf dem Rückweg bekamen wir ganz vorne Sitzplätze und es fahren ununterbrochen Busse hin und her. Der Vorteil ist, was ich erst am Abend feststellte sogar, dass der Parkplatz P10 „nur“ 10 € kostete, während an der Messe die Parkpreise bei 18 € lagen. Nach einer kurzen Busfahrt, waren wir relativ schnell, aber nach der Öffnung, die um 9 Uhr war an der Halle angekommen. Diesmal stiegen wir am Haupteingang aus. Der Vorteil, nach 9 Uhr da zu sein war zumindest der, dass es keine Schlange mehr in der Vorhalle gab und man sofort in die Messe ohne Warten hereinkam. Drinnen angekommen gingen wir zuerst relativ zügig durch die ersten Hallen, unser Ziel war es, eines der Modellautos zu bekommen, die man irgendwo kaufen konnte, die jedes Jahr als Maskottchen der Messe verkauft werden. Ich meinte, der Stand war irgendwo in der Nähe vom Nürburgring-Stand, tatsächlich war er sogar genau daneben. Dort in der Ecke war auch der eBay-Stand, bei dem es diesmal aber keine Energiedrinks um sonst gab. Natürlich schlichen wir auch ein wenig durch den Nürburgring-Stand. Wir fanden auch wieder einen O´Donnell-Stand, an dem wir die neuen Liköre probierten. Tani interessierte sich am meisten für den Erdbeer-Likör. Aufgrund des Gewichtes und da es noch früh war, wollten wir diesen aber nicht direkt mitnehmen. Wir versprachen, gegen Ende der Messe wiederzukommen und der Standbetreiber legte uns eines zur Seite, da die nur noch fünf Stück da hatten. Wir hangelten uns weiter durch die Hallen und schauten uns alles an. Im Wesentlichen war es wie letztes Jahr, ein paar andere Autos, ein paar andere Stände, aber zu 90 % das Gleiche. In der Drift-Halle gab es diesmal wieder ein wenig mehr Show. So gab es z.B. mehrere Stuntvorführungen, wovon wir zwei gesehen haben. Bei der ersten Stunt-Show standen wir unten zwischen den Zuschauern, leider ein paar Reihen hinten und konnten dementsprechend nicht wirklich was sehen, nur über das hochgehaltene Handydisplay sah man ein wenig was. Es gab auch eine Standtribüne für Behinderte, auf der erstaunlich viele Unbehinderte standen, an der aber ein Aufpasser war. Da der Aufpasser Türke war und die dort stehenden größtenteils auch, war wohl klar, warum die drauf durften. Später um ca. 15 Uhr bei der zweiten Stuntshow hatte wir auf der Tribüne Sitzplätze, auf denen wir schon eine längere Zeit zuvor Platz nahmen und uns ausruhten. Als hinter uns welche gegangen sind, sind wir auch noch einen Platz nach oben gerückt. Während der Stunt-Show stellten wir uns hin, konnten da dann aber perfekt alles sehen. Die Stunt-Show bestand aus ein paar Motorradsprüngen, gefolgt von einem Quad, was ein runden Überrollkäfig hatte und sich ständig überschlug. Dann kamen drei BMWs, die auf zwei Räder fuhren und ein wenig drifteten, sowie eine Person, die erstmal auf dem seitlich fahrendem Fahrzeug stand, danach sich auf das Dach legte und seitlich festhielt. Danach kam ein Quad, was ein wenig auf den Hinterrädern fuhr und driftete und schlussendlich fuhr lautstark und mit AC-DC „Highway to Hell im Background ein Monstertruck ein wenig hin und her. Im Anschluss kam dann die letzte Show des Tages: die Bundeswehr. Die schoben wir letztes Jahr schon einen Panzermotor (denselben wie letztes Jahr) nach vorne und ließen den ein paar Minuten laufen und spielten da ein wenig mit dem Gas. Das war dann nochmals lauter als der Monstertruck. Bei dem Panzermotor handelte es sich um den Motor eines M48 Kampfpanzer (https://de.wikipedia.org/wiki/M48_(Kampfpanzer)) der vor ca. 70 Jahren gebaut wurde. Es war ein 12 Zylinder V8-Motor mit 29 Liter Hubraum und Luftgekühlt (nicht Lustgekühlt, wie ich in der Handynotiz vor Ort schrieb). Er hatte 810 PS und 2200 Nm Drehmoment. Der Minipanzer vom letztem Jahr stand da zwar auch wieder, wurde aber diesmal leider nicht gestartet. Danach gingen wir weiter ein durch die Hallen. Vor der zweiten Stunt-Show gingen wir noch auf Toilette, wo mich die Toilettentür fast eingesperrt hatte und ich mir beim Versuch zu öffnen ein Nagel anriss. Zum Glück hatte Tani ein Schweizer Messer mit Schere dabei, womit ich mir den angerissenen Fingernagel erstmal abschneiden konnte. Wie immer gab es auch die Classic-Halle, in der Oldtimer standen, die wir relativ ausführlich dieses Jahr bestaunt hatten. Kaffee holten wir diesmal an einem anderen Stand wie sonst, anstatt dem Piaggio, war es diesmal ein alter VW-Bulli und der Cappuccino, den wir beide hatten, war sehr lecker. Man sah ansonsten das Übliche, wieder viele getunte Autos, die einen unmöglichen Aufbau hatten, wie z.B. ein VW-Bulli mit einem BMW-M Motor in der Mitte und ansonsten fast „nackt“ aufgebaut oder Fahrzeuge, die so tief gelegt waren, dass sie ein DIN-A-4 Blatt am Boden mit der Schürze einklemmen konnten. Da war auch wieder als Spendenaktion eine Carrera-Bahn aufgebaut, mit einem der Mitarbeiter haben wir ein paar Minuten geredet, er erklärte, wem das alles privat gehört und dass die noch viel mehr so Aktionen machten und im letztem Jahr 30.000 € Spenden für Kinder in Not sammelten. Die Bundeswehr hatte ebenfalls wieder einen Stand mit unter anderem einem Panzer und ein paar kleine Fahrzeuge sowie Motorräder aufgebaut. Unter anderem war dort ein in der Mitte durchteiltes Kettenfahrzeug, in dass sich ein Junge, ca. 19 Jahre alt reinsetzte und von der Bundeswehr als Kommentar gleich gehört hat „Steht Dir gut, solltest Du öfters machen“. Was das wohl heißen soll, war ja klar. Dann erklärte der Soldat noch, dass dies das kleinste Kettenfahrzeug der Bundeswehr war, ich dachte mir nur, „klar, ist ja nur ein Halbes“. Die hatten dort auch am Pult wieder Werbegeschenke. Vor mir nahm ein Mann einen kleinen Block, wie er sagt, für seine Arbeit. Daraufhin legte die Bundeswehr noch weitere große Blöke hin, mit dem Kommentar, dass das alle wären und die weg müssen. Deshalb nahm ich mir dann auch den letzten DIN-A-4 Block, den, die überhaupt für die Motorshow da hatten. In eines der Verkaufshallen gab es einen Stand der Energiedrink-Marke „effect“. Die begannen gerade kurz vor Schluss zum Abschluss noch mal eine Aktion. Auf einem dort stehenden Pick-up-Truck stellten sich mehrere Mädels und schmissen unter Musik und Rufe Werbegeschenke in die Menge. Darunter Socken in Dosen (die wurden uns, also jeweils Tani und mir von einer da direkt in die Hand gegeben), T-Shirts und Kappies. Bis auf Poliertücher habe ich von allem eines bekommen. Zu den Socken fragte ich Tani nur, ob sie eifersüchtig sei, dass ein junges, blondes Mädel mir Unterwäsche zuwirft. Der Stand gegenüber hatte einen jüngeren, vll. 30 Jahre alten Mitarbeiter, der sich anschloss und wohl ungeplant auch Sachen in die Menge warf, unter anderem mindestens drei Lederjacken und dann irgendwann auch einfach alles, z.B. Fantadosen und was der noch alles so da rumstehen hatte. Da war richtig Party. Das eine Mädchen konnte die T-Shirts übrigens so weit werfen, die hat es glatt bis zum Hallenende geschafft. Ich habe zwischendurch auch mal ein Foto von einer Achsvermessung, die da aufgebaut wurde gemacht, da mir noch am Freitag zuvor ein Arbeitskollege (Lukas) von mir sagte, dass er mit seinem relativ neuem Dacia beim Parken gleich zweimal gegen einen Bordstein fuhr und seither das Fahrzeug einen leichten Rechtsdrall hat. Ebenfalls gab es da einen Stand, an dem an einer Blechbiegemaschine Karosserieteile live für ein Fahrzeug gebogen wurden. An einer schwarzen Wand, an der überall Stifte hingen, hat Tani, genau wie letztes Jahr, wieder was hingeschrieben. Kurz vor Ende holten wir dann noch von O´Donnell den Erdbeer-Sahnelikör, der uns tatsächlich auch zurückgehalten wurde ab. Gegen Feierabend gingen wir zum Bus, wo wir den zweiten Bus der Reihe nahmen, da der noch ziemlich leer war und wir dort ganz vorne, wie schon auf der Hinfahrt einen Sitzplatz bekamen. Lange warten mussten wir dennoch nicht und schon gings richtig Parkplatz zum Auto. Neben uns standen Franzosen, die als wir ankamen, vom Busfahrer auf Französisch noch verabschiedet wurden. Dann gings schon heimwärts, wo wir uns einen gemütlichen Abend vor dem TV machten, zusammen mit unserem Geburtstagsbärchi, dem Biene-Maja-Bärchi, aber auch mit Elchbärchi und Quätschie. Ebenfalls haben wir selbstverständlich die zweite Adventskerze unseres Adventskranzes angezündet.

Aber um nochmals zum Hauptthema, der Motorshow 2025 zu kommen: Als Fazit kann man sagen, dass die Motorshow, wie die im letzten Jahr war, evt. ein wenig kleiner noch, so vom Gefühl. Die Vorführung mit dem Panzermotor war wie letztes Jahr gleich, leider diesmal aber ohne den kleinen Panzer, dafür ga es eine Stuntshow, mehrmals am Tag, was die Motorshow wieder aufwertete und dafür sorgte,md ass diese doch interessanter als die im letztem Jahr war. Ein YouTuber, der gerne üebr Autos philosophiert, den ich ab und an mal sehe, war dieses Jahr zum ersten Mal da und schwärmte von dieser. Da muss ich sagen, vielleicht ist die Motorshow für wen, der das erste Mal dort ist noch als sehr gut zu empfinden, geht man aber seit über zwanzig jahren dort hin, weiß man, wie sehr diese die letzten Jahre immer weiter abgebaut hat und kleiner geworden ist.