Am Sonntag, dem 21. Dezember 2025 nutzten wir endlich den Gutschein, den mir Tani vor zwei Jahren geschenkt hat, um für vier Stunden in der besten Suit von MyWellness zu verbringen. Somit starteten wir quasi unseren Urlaub mit MyWellness. Den Termin haben wir ein paar Wochen zuvor gemacht, leider musste ich zwanzig Euro nachzahlen, da das Zimmer teurer geworden ist. Da der Gutschein für das Zimmer und nicht für eine Summe war, ist diese Praxis meiner Meinung nach zwar unverschämt und vermutlich rechtswidrig (es war ein „Sachgebundener“ und kein Wert gebundener Gutschein), wir mussten dies aber jetzt so hinnehmen. Wir hatten das Zimmer ab 09:30 Uhr morgens. Also fuhren wir mit der Mercedes A-Klasse (A-150) meines Großvaters (mein BMW war noch in der Werkstatt) rechtzeitig los und kamen auch pünktlich im MyWellness in Essen an. Wir parkten auf deren eigenen beschrankten Parkplätze, die Schranke öffnete man mit dem zugeschickten QR-Code, mit dem man auch ins Zimmer kam. Technisch sehr schön, dass man einen QR-Code bekommt, der für alles einfach ist. Tani brauchte denselben QR-Code, um durch das Absperrkreuz am Eingang zu kommen. Dort angekommen, wurde man nett begrüßt und konnte an einem Touchmonitor direkt sein Zimmer schonmal vorkonfigurieren. Unter anderem wählte man vorab schonmal Lichtstyle und Musik, sowie Saunaduft und ob der Whirlpool vorab befüllt sein soll. Zusätzlich hätte man weitere Pakete, wie Handtücher, etc. buchen können. Zwar wählten wir zwischen der Möglichkeit eines Erklärvideos und einer persönlichen Einführung, die persönliche Einführung, leider kam diese nicht, evtl. weil am Anfang, als wir den Wassereimer für die Sauna bekamen, ich gesagt habe, dass ich den schon nehme. Alles in allen kamen wir aber sehr gut selbst zurecht. Im Zimmer am Eingang gab es ebenfalls ein Touchscreen, an denen man alle Einstellungen ändern und alles nach Wunsch konfigurieren konnte. Die Bedienung war einfach und intuitiv, weswegen gerade zwei ITler wie wir kaum Schwierigkeiten hatten. Als Erstes konnte man beim Eintreten ins Zimmer den Whirlpool befüllen, was wir uns auch erstmal ansahen. Wir ziehen uns dann in unsere Badesachen um und schauten uns alles an. Ein Zimmer in vernünftiger Größe mit eigener Toilette. Im Wesentlichen gab es drei Möglichkeiten dort: Der Whirlpool, eine Massageliege, die mit Wasserdruck arbeitete und eine Sauna. Dazu gab es noch eine Duschmöglichkeit mit Flüssigseite und dort integrierter UV-Licht-Dusche. Dann gab es eine große Hänge-Liege, sowie zwei hängende Ei-Sessel, die man für Garten und Co. kennt, zwischen denen ebenfalls hängend ein Tisch war. Als Erstes gingen wir gemeinsam in den Whirlpool. Dieser hatte zwei Plätze, an denen man einzeln einen Wassermassagestrahl an und ausschalten konnte, sowie das eigentliche Blubbern, was man an/ abschalten konnte. Nachdem wir eine Zeit da drinnen verbracht hatten, stieg Tani aus. Ich versuchte, das Blubbern des Whirlpools auszumachen, es ging nach wenigen Sekunden aber immer wieder an. Es dauerte einige Versuche, bis ich bemerkte, dass Tani am Eingang an dem Tablet stand und wohl von da aus den Whirlpool steuerte und mich verarschte. Da hatte sie richtig Spaß dran. Dann probierte Tani die Wassermassage-Liege aus, sie legte sich darauf und ich aktivierte den am Tablet nach Tanis Wunsch und Stärke. Während sie sich da massieren ließ, verbrachte ich noch ein wenig Zeit im Whirlpool. Nachdem sie fertig war, wollte ich ebenfalls die Massage ausprobieren. Ich legte mich auf die Liege, Tani stellte für mich ein und … nichts … Tani hat es irgendwie geschafft, das Gerät kurzzeitig „kaputt“ zu machen. Nach ein paar Minuten klappte es dann aber doch. Es war wirklich sehr interessant und kam einer händischen Massage gefühlt näher, als ein normaler Massagestuhl. Im Grunde waren es wohl Wasserstrahlen, die mit Druck von unten nach oben auf die Gummiliege gesprüht wurden, was ein doch angenehmes Gefühl erbrachte. Tani ging zwischenzeitlich dann auch in die Sauna. Ich war in den vier Stunden insgesamt zweimal je 15 Minuten in der Sauna, das erste Mal alleine, das zweite Mal mit Tani, beide Male lag ich unten, als Tani dabei war, lag sie entsprechend oben. Irgendwann bestellten wir uns über das Zimmerdisplay jeweils ein Cocktail und was Kleines zu Essen. Tani bestellte sich einen Swimmingpool, ich eine Piña Colada. Zu Essen bestellte sich Tani ein Teller mit einem Kartoffelgericht, ich drei Chickenstücke mit Sweet Chily Soße. Es gab eine Durchreiche im „Flur“ des Zimmers, mit zwei Milchgläsern, einmal nach Außen, einmal nach Innen, sodass man die Gerichte vollkommen kontaktfrei und im privaten Umfeld bekommt. Als wir im Whirlpool auf das Essen und Trinken warteten, überlegten wir, ob wir überhaupt mitbekommen, wenn die Bestellung da ist. Es gab aber eine deutliche Lautsprecheransage im Zimmer, die uns dies mitteilte. Wir aßen unser Essen auf den Ei-Hängestühlen. Danach gings mit den Cocktails erstmal in den Whirlpool. Wie so alles waren auch irgendwann die Entspannten vier Stunden zu Ende. Irgendwann gab es eine Ansage, dass wir in 15 Minuten fertig angezogen das Zimmer verlassen müssten, da Tani aber immer vorschnell ist, waren wir zur Zeit der Ansage eigentlich schon fast fertig. Wir sahen noch zu, wie das Wasser aus dem Whirlpool abgelassen wurde und gingen dann raus, nachdem wir die Getränke und das Essen an der Rezeption bezahlt hatten.

Anders als erwartet war es wirklich entspannend und mir wurde dort auch in keinster Weise übel. Gut entspannt fuhren wir also nach Hause. Als wir gerade in Essen an einer Kreuzung kurz vor Mülheim an der Ruhr ankamen, erkannte ich den Weg Richtung Blumenparadies Shley, die ja sonntags aufhatten. Ich fragte Tani, ob Sie vielleicht dahin will und auf Ihr „Ja“ hin, bog ich dann links in diese Richtung ab. Wir suchten da eine Blume für meine Großeltern, Tani fand eine schöne. Dann saßen wir ein wenig im dortigen Kaffee. Wir waren beide ein wenig faul und träge nach MyWellness. Ich holte uns beiden jeweils einen Cappuccino an der Kaffeebar, da die leider keinen Eiskaffee, was Tani gerne wollte hatten. Als ich in der Schlange stand, holte, wer ebenfalls einen Cappuccino, den er auf einem Tablet in einer Hand hielt, während er eine Leine mit einem Hund in der anderen Hand hielt. Der Hund zog wohl einmal ruckartig, worauf dem Herrn das Tablet aus der Hand flog und der Kaffee sich im Raum verteilte. Tani und ich tranken unseren Cappuccino, Tani bekam Appetit auf einen Kuchen, ich fotografierte und schickte Ihr die Kuchentheke, da sie zu faul zum Aufstehen und Hingehen war. Ich holte Ihr auf Ihre Anweisungen dann einen „Spaghettieis-Kuchen“. Dann ging es heimwärts und wir beendeten ganz ruhig und entspannt den Tag.